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Sehr geehrte(r) Frau/Herr ,

es ist viel los in diesem sonnigen Herbst in Sachen Fahrrad und Politik. Nachdem sich die Hauptstadt als erste Stadt Deutschlands ein umfassendes Mobilitätsgesetz gegeben hat, mit dem die vorrangig auf das Auto setzende Stadtplanung der Vergangenheit angehören könnte, bewegen sich nun langsam auch die Mühlräder der Bundespolitik. Anlässlich des Parlamentarischen Abends, den die Verbände VSF, ZIV und ADFC kürzlich veranstalteten, gründete sich der „Parlamentskreis Fahrrad“, eine Einrichtung, die das Thema Radverkehr im Parlament parteiübergreifend stärker verankern wird. Und dass dies dringend notwendig ist, zeigt allein der Umstand, dass Verkehrsminister Scheuer dem Radverkehr nicht einmal 0,5 % seines Etats zur Verfügung stellen will.

Dies und vieles mehr findet sich in der neuen Ausgabe unseres VSF..Newsletters.
Viel Spaß beim Lesen wünscht


Politik

Branchenverbände informierten mit Zahlen, Daten, Fakten über die Fahrradwirtschaft

Die drei Fahrradfachverbände VSF, ZIV und ADFC veranstalteten am 10. Oktober einen gemeinsamen parlamentarischen Abend, an dem rund 200 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung und Verbänden teilnahmen und sich zum Thema "Faktor Fahrrad – Wirtschaftskraft und Lebensqualität“ informierten. Die Besucher erhielten jede Menge fachlichen Input sowie Zahlen, Daten und Fakten zu Industrie, Handel und Fahrradtourismus. Grußworte sprachen der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann und der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Cem Özdemir. In zwei Themenblöcken ging es um den "Wirtschafts- und Jobmotor Radverkehr" sowie um die "Work-Life-Balance - Lebensqualität ohne Stau". Zur Sprache kamen hier die wirtschaftliche Bedeutung von Fahrradindustrie und Fachhandel, von Stadtlogistik mit Cargo-Bikes sowie die große Dynamik durch Start-Ups im Fahrradbereich. Im zweiten Block standen die lebenswerte Stadt, das Einkaufen mit dem Rad, Fragen der Gesundheit, die Bedeutung des Fahrradtourismus sowie generell die Fahrradfreundlichkeit als kommunaler Standortfaktor im Mittelpunkt. Die Verbände nutzten die Veranstaltung auch dazu, ihre politischen Forderungen für substanzielle Verbesserungen der Rahmenbedingungen des Radverkehrs zu präsentieren.

Quelle: Deckbar Photographie

Politik

"Parlamentskreis Fahrrad" gegründet

Im Rahmen des Parlamentarischen Abends "Faktor Fahrrad – Wirtschaftskraft und Lebensqualität“ in Berlin wurde offiziell der „Parlamentskreis Fahrrad“ des Deutschen Bundestages gegründet. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative von VSF, ZIV und ADFC mit dem Ziel, das Thema Radverkehr im Parlament parteiübergreifend stärker zu verankern. Ein erstes Treffen zur Vorbereitung des Parlamentskreises gab es auf Einladung des VSF bereits beim vivavelo Kongress der Fahrradwirtschaft am 16. April in Berlin. „Wir wollten die Gelegenheit nutzen, die Sprecher für den Radverkehr der Parteien im Deutschen Bundestag an einen Tisch zu bringen“, sagt Albert Herresthal, Geschäftsführer des VSF. „Dafür bot der vivavelo Kongress einen guten Rahmen. Jetzt die offizielle Gründung des Parlamentskreises mit dem Parlamentarischen Abend von VSF, ZIV und ADFC zu verknüpfen, schien daher folgerichtig“. Zu den Rednern zur Gründung des Parlamentskreises gehörten die MdBs Gero Storjohann und Stefan Gelbhaar.

Quelle: Deckbar Photographie

Finanzen

Länderkammer treibt Bundesregierung: Steuervorteil auch für Diensträder gefordert

Das Bundeskabinett hatte vor einiger Zeit eine Steuerbegünstigung von elektrisch betriebenen Dienstwagen beschlossen, dabei jedoch Pedelecs und Fahrräder vergessen, bzw. mit der Erklärung ausgeschlossen, diese bräuchten eine solche Förderung nicht. Nun fordert jedoch der Deutsche Bundesrat eine Nachbesserung und verlangt, dass die geplanten Steuervorteile auch auf Pedelecs und Fahrräder ausgeweitet werden. Dies würde die wirtschaftliche Attraktivität für ein betriebliches Mobilitätsmanagement erhöhen, heißt es vom Bundesrat. Der Umstieg von Pkw auf Pedelec oder Fahrrad könne „insbesondere in den Ballungszentren zu einer Entlastung des Verkehrs und zu einer Verringerung der Abgas- und Feinstaubbelastung beitragen“.
Zum Hintergrund: Für die Jahre 2019 bis 2021 soll die monatliche Besteuerung von Dienstwagen durch den Arbeitnehmer (1 % des Listenpreises) bei Elektro- und Hybridfahrzeugen nur noch ein Prozent des halbierten inländischen Bruttolistenpreises betragen, anders ausgedrückt: auf 0,5 % herabgesetzt werden. Fahrradlobby-Verbände hatten diesen Vorstoß scharf kritisiert, da Dienstfahrräder und -Pedelecs bei dieser steuerlichen Erleichterung außen vor waren.

Quelle: pd-f / Ortlieb

Studie

Radfahrende schützen - Klimaschutz stärken

Vor wenigen Wochen veröffentlichte die Umweltschutzinitiative Greenpeace eine Kurzexpertise zum Thema "Radfahrende schützen - Klimaschutz stärken". Darin zeigen die Umweltschützer auf, wie vorausschauende Verkehrspolitik den Anteil der Radfahrenden bewusst fördern und dadurch Städte vor dem Verkehrskollaps bewahren kann. Beispielgebend sind hier die Niederlande und Dänemark. "Ein zentraler Aspekt der Verkehrspolitik dieser Länder besteht darin, eine sichere Infrastruktur für Radfahrende zu schaffen" heißt es in der Zusammenfassung der Kurzexpertise. "Dazu gehören baulich getrennte Radwege und vor allem sichere Kreuzungen, denn diese sind der häufigste Unfallort für Radfahrende." Und das hier dringend angesetzt werden muss, zeigen die Unfallzahlen deutlich. Seit 2011 sterben jährlich innerorts mehr Radfahrer als Autofahrer. "Dabei ist das Fahrrad ein Schlüssel für die Lösung mehrerer drängender Probleme des Verkehrs in Ballungszentren", heißt es in der Expertise. Doch nur, wenn sich Radfahrende sicher in ihrer Stadt bewegen können, nutzen sie das Fahrrad auch regelmäßig.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Fahrradklima-Test

Radeln in der Stadt: Ein Fest oder die Pest?

"Macht Radfahren in Deiner Stadt Spaß oder ist es Stress?", fragt der ADFC alle zwei Jahre Radfahrende deutschlandweit. Noch bis zum 30. November können Radfahrende das Fahrradklima ihrer Heimatstadt anhand von 32 Fragen bewerten und Rückmeldung geben, ob sie sich sicher und respektiert auf ihren Wegen fühlen oder nicht. Die Ergebnisse fließen dann in ein großes Ranking ein, bei dem die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben, ausgezeichnet werden.
"Wenn die Menschen das Radfahren als komfortabel und sicher empfinden, dann nutzen sie das Rad bei jeder Gelegenheit. Wenn nicht, dann wählen sie das Auto, auch für die allerkürzesten Wege. Als Kundenbarometer des Radfahrens ist der Fahrradklima-Test deshalb ein wichtiger Indikator", erläutert Ulrich Syberg, Vorsitzender des ADFC Bundesverbandes, die Idee hinter dem Fahrradklima-Test. In diesem Jahr gibt es erstmals auch Fragen zur Familienfreundlichkeit der Infrastruktur. Besonders erwünscht seien deshalb auch die Rückmeldungen von Kindern und Jugendlichen – ggf. mit Unterstützung von Erwachsenen.

Zum Fahrradklima-Test

Quelle: ADFC

Fahrradpendeln

Dienstfahrräder für Autobauer

Der Weg zur Arbeit ist häufig - besonders in großen Städten - mit dem Rad deutlich schneller und stressfreier zu bewältigen als mit dem Auto. Dies erkennen mittlerweile auch die Automobilhersteller. Als einer der ersten unter den großen deutschen Autobauern bietet BMW nun seinen Mitarbeitern das Dienstrad-Leasing an. In der Münchner Niederlassung fährt nach eigenen Angaben mittlerweile jeder Zehnte mit dem Rad zur Arbeit. Das wolle das Unternehmen nun fördern. Man rechne mit sechs- bis achttausend Mitarbeitern deutschlandweit, die das Angebot zum Dienstrad-Leasing nutzen werden. Im BMW-Entwicklungszentrum „FIZ“ in München, dem nach Mitarbeiterzahl größten Standort der BMW Group, wurden jüngst auch 760 neue Fahrradstellplätze geschaffen. Ebenso gingen kürzlich die ersten E-Bike-Ladestationen in Betrieb.

Quelle: BMW Group

Buchtipp

Kalender für Fahrradfreunde

"Grafikdesign und Fahrräder sind meine Leidenschaft. Oder Fahrräder und Grafikdesign, je nach Jahreszeit", beschreibt sich der Grafiker und Illustrator Jürgen Isendyck selbst. Sein erstes Buch „Über Fahrräder und Fahrradteile“, das seine beiden Leidenschaften verbindet, erschien bereits 2011 und fand viele Liebhaber, die sich nicht nur an der Technik der muskelbetriebenen Zweiräder, sondern auch an deren Ästhetik erfreuten. Sein zweites Buch "50 Fahrräder aus 200 Jahren" war eine Hommage an die Erfindung des Fahrrades und nun gibt es auch Wandkalender aus Isendycks Feder. Für das Jahr 2019 haben Fahrradenthusiasten die Qual der Wahl und können sich entweder "12 zerlegte Fahrräder" oder "12 historische Fahrräder" als Monatskalender an die Wand hängen. Sicher auch ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk. Erwerben kann man Bücher und Kalender über die Webseite von Jürgen Isendyck: radundbuch.de

Quelle: Jürgen Isendyck
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