Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Sehr geehrte(r) Frau/Herr ,

2019 verspricht ein spannendendes Fahrrad-Jahr zu werden. Nicht nur, dass der Parlamentskreis Fahrrad des Deutschen Bundestages seine Arbeit aufnimmt, auch auf EU- Ebene ist einiges in Bewegung geraten, um den Radverkehr voran zu bringen. Denn dass sich an unserer heutigen Form der Mobilität einiges ändern muss, zeigen nicht nur die vielen Grenzwert-Debatten und Diesel-Fahrverbote. Auch die 16jährige Greta Thunberg aus Schweden hat mit ihrem Engagement dazu beigetragen, den Klimawandel in den Mittelpunkt medialer Aufmerksamkeit zu stellen. Immer mehr Schüler in Deutschland und weltweit schließen sich ihrem Freitags-Protest an und fordern Politiker ihrer Länder zum Handeln auf. Institutionen wie die EU können hierfür die Richtung vorgeben, Aufgabe der nationalen Gesetzgebung ist es dann, diesen Rahmen konkret mit Leben zu füllen.

In dem Sinne viel Freude beim Lesen wünscht


EU-Recht

Keine Kfz-Haftpflicht für Pedelecs

Der IMCO-Ausschuss (Internal Market and Consumer Protection) des Europäischen Parlaments hat am 22. Januar 2019 beschlossen, dass es keine obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung für Pedelecs geben muss, wie zunächst geplant. Dieser Beschluss wurde von der Fahrradbranche mit Erleichterung aufgenommen. „Die meisten Haltr von Pedelecs verfügen bereits über eine private Haftpflichtversicherung, welche die bei Unfällen mit Pedelecs verursachten Kosten abdeckt, da Pedelecs25 hierzulande rechtlich als Fahrräder gelten“, erläutert Albert Herresthal, Geschäftsführer des VSF e. V. die Entscheidung. „Eine anders lautende Entscheidung hätte viele Menschen daher zu sinnlosen Doppelversicherungen gezwungen.“ Deshalb hatten sich viele Akteure aus Verbänden der Fahrradbranche gegen eine Versicherungspflicht ausgesprochen, um die stetig steigende Nutzung der Pedelecs nicht zu gefährden, sind sie doch ein wichtiger Schlüssel zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität. Die Annahme durch das EU-Parlament ist zu erwarten.

Quelle: Fotolia / Markus Mainka

EU-Recht

EU will Mehrwertsteuersenkung ermöglichen

Die Signale aus Brüssel klingen vielversprechend. Erneut macht sich die EU für eine Verlagerung des Verkehrs in Richtung Fahrrad stark: Aufgrund ihrer Bedeutung für die Mobilität sollen Mitgliedsstaaten für die Bereitstellung, Vermietung, Wartung und Reparatur von Fahrrädern (auch mit elektrischer Unterstützung bis 25 km/h) die Mehrwertsteuer senken dürfen. Diese Empfehlung hat der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz beschlossen - das EU-Parlament muss dies noch verabschieden. Im Falle Deutschlands würde dies eine Verringerung von 19 % auf 7 % bedeuten. Auch Elektro - Scooter, Kinderwagen und  Rollstühle können von dieser Regelung profitieren. Verpflichtend wird diese durchaus sinnvolle Maßnahme jedoch nicht sein. Daher werden die Verbände der Fahrradbranche sicherlich Druck machen müssen, damit auch Deutschland diese neue Chance für eine nachhaltige Verkehrswende nutzt.

Quelle: Fotolia / industrieblick

WHO-Initiative

Masterplan zur Radverkehrsförderung steht in den Startlöchern

Die UN sind daran interessiert, den Radverkehr weltweit voran zu bringen. Aktuell findet dies Ausdruck in einem gesamteuropäischen Masterplan zur Förderung des Radverkehrs, der das Ziel ausgegeben hat, den Radverkehr in der WHO-Region Europa bis 2030 zu verdoppeln. Dieser Masterplan, der auf eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) zurückgeht, liegt nun in einem Konzeptentwurf vor, der im Oktober dem Paneuropäische Programm Verkehr, Gesundheit, Umwelt (THE PEP) zur Annahme vorgelegt werden soll. Nach seiner Fertigstellung wird der Masterplan vielen europäischen Ländern erstmals Leitlinien an die Hand geben, wie sie den Radverkehr auf nationaler Ebene fördern können. Der Entwurf enthält fünf politische Ziele, die bis 2030 erreicht werden sollen, und 30 politische Empfehlungen, die die Unterzeichnerstaaten (WHO, UNECE und andere) zur Förderung des Radverkehrs annehmen können, je nach ihren nationalen Gegebenheiten. Diese Ziele und Empfehlungen können hier auch auf Deutsch nachgelesen werden.

Quelle: Platzhalter

Bundestag

Parlamentskreis Fahrrad nimmt Arbeit auf

Das erste offizielle Treffen des Parlamentskreises Fahrrad fand am 20. Februar 2019 im Deutschen Bundestag statt. Mit rund 45 Parlamentariern ist er einer der mitgliederstärksten Parlamentskreise im Bundestag überhaupt. Mit von der Partie sind die Branchenverbände VSF, ZIV und ADFC, die vor mehr als einem Jahr gemeinsam die Gründungsinitiative ergriffen hatten. Den Vorstand des Parlamentskreises bilden die fahrradpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen, koordiniert vom MdB Gero Storjohann. Insgesamt sind in diesem Jahr vier Treffen des Parlamentskreises zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen geplant. Zusätzlich haben die Verbände ZIV und VSF die Parlamentarier zur Eurobike Messe eingeladen und werden in Friedrichshafen Messerundgänge organisieren.

Quelle: Fotolia / Marco Richter

Infrastruktur

Grüner Pfeil für Deutschlands Radfahrer

Bei einem Pilotprojekt in neun deutschen Städten testet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) aktuell die grundsätzliche Umsetzbarkeit einer Grünpfeilregelung für den Radverkehr. Beteiligt an dem Versuch sind die Städte Bamberg, Darmstadt, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München, Münster, Reutlingen und Stuttgart. Dort werden für die Dauer des Pilotversuchs entsprechende Verkehrszeichen angebracht. An diesen Kreuzungen dürfen ausschließlich Radfahrer nach vorherigem Anhalten auch bei Rot rechts abbiegen, wenn andere Verkehrsteilnehmer dabei nicht behindert oder gefährdet werden. Im Jahr 2020 soll dann auf Basis der gewonnenen Erfahrungen beschlossen werden, ob die Straßenverkehrsordnung (StVO) sowie die Anforderungen in der zugehörigen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (VwV-StVO) entsprechend angepasst werden.

Quelle: BASt

Verbund

VSF wächst und gedeiht

Der Verbund Service und Fahrrad e. V. befindet sich zu Beginn der Saison 2019 weiterhin auf Wachstumskurs. Mit insgesamt 314 Mitgliedern und Förderern zeigt der VSF eine positive Entwicklung und spiegelt dabei auch die Vielfalt und Innovationskraft der Branche wider. Dabei bleiben die 225 Fachgeschäfte das Herzstück des Verbandes, gefolgt von den Mitgliedergruppen Industrie/Hersteller (41) und Dienstleister (14). Mit 13 Non-Profit-Unternehmen sind im VSF auch Fahrradfirmen Mitglied, die z. B. primär eine karitative oder sozialpolitische Agenda verfolgen. 9 Einzelmitglieder sowie 12 Förderer gehören ebenfalls zum Verbund. „Unser Wachstum ist eine schöne Bestätigung unserer Arbeit“, freut sich VSF-Geschäftsführer Albert Herresthal über die positive Entwicklung. „Das Besondere am VSF ist sicherlich die Offenheit der Mitglieder untereinander und das große Interesse an einem vertrauensvollen Austausch.“ Der VSF verfügt aktuell über Standorte in Berlin, Marburg und Aurich. Das VSF-Team umfasst sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mehr Infos zum VSF e. V. gibt es hier.

Quelle: VSF

DpRe

Lust auf Urlaub?

„Deutschland per Rad entdecken“ ist eine alle zwei Jahre neu erscheinende Broschüre des ADFC, die eine Auswahl von Deutschlands beliebtesten Radfernwegen und Regionen präsentiert und für die Planung einer entsprechenden Radreise vielfältige Tipps und Anregungen gibt. Neu bei der im Januar erschienenen 12. Auflage ist die Kooperation mit komoot: Die vorgestellten Radreiseziele sind erstmals komplett über die Routenplaner-App navigierbar. Der nächste Radurlaub kann so bequem auf dem Rechner geplant und unterwegs mit dem Smartphone navigiert werden. Laut der ADFC-Radreiseanalyse ist komoot die meist genutzte Plattform zur Planung und Navigation für Radurlauber. Die Broschüre ist in den örtlichen ADFC-Geschäftsstellen und unter anderem auch in den VSF-Fachgeschäften kostenlos erhältlich. Alle Inhalte gibt es zudem online auf www.deutschland-per-rad.de.

Quelle: DpRe

Kongress

Wer bewegt hier eigentlich wen?

„Mensch und Stadt in Bewegung“ lautet das Motto des 22. Bundesweiten Umwelt- und Verkehrs-Kongresses, kurz BUVKO, der vom 15. bis 17. März 2019 an der Hochschule Darmstadt stattfinden wird. In drei Impulsvorträgen, 16 Arbeitsgruppen und 4 Workshop-Angeboten speziell für junge Erwachsene wird das Motto des Kongresses von den unterschiedlichsten Seiten betrachtet, erarbeitet und diskutiert. Dabei wird der Fokus auf den Fußverkehr gelegt, es finden aber auch Fahrradthemen wie etwa Fahrradstraßen, Radschnellverbindungen und Schutzstreifen Raum. In einer Plenumsdiskussion wird die spannende Frage diskutiert, ob das Auto tatsächlich unwichtig geworden ist für junge Menschen. Alle am Thema Interessierten sind herzlich zum Kongress eingeladen. Organisatoren des BUVKO sind wie stets der UMKEHR e. V. und der FUSS e. V. Das VSF-Magazin abfahren ist Medienpartner des Kongresses. Weitere Informationen und Anmeldung unter: buvko.de.

Quelle: BUVKO
Wenn Sie diesen Newsletter (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie sich hier abmelden.
Verbund Service und Fahrrad e. V.
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV: Albert Herresthal
VSF e. V.
Haus der Bundespressekonferenz, Büro 3412
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin
Deutschland
+49 30 602 65 200
info@vsf-mail.de
www.vsf.de
Vertretungsberechtigter Vorstand: Thorsten Larschow, Ralf Rätzel, Thomas Schwerdtner, Friedrich von Trotha
Register: Amtsgericht Charlottenburg, VR 20589 B
Tax ID: DE 224 235 416
Sitz des Vereins: Berlin