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Herbstzeit ist in der Fahrradbranche traditionell Messezeit. Auch wenn viele Firmen ihre Neuentwicklungen schon vorher auf Hausmessen präsentieren, so ist die Eurobike dennoch ein wichtiger Treffpunkt geblieben. Schließlich geht es nicht nur um Produkte, sondern letztlich um die Zukunft der aktiven Mobilität. Daher wird die Messe am Bodensee auch von der Politik gerne genutzt, um sich ein Bild zu machen.
Gerade angesichts der jüngst veröffentlichten Unfalldaten sind schärfere Regelungen zur Erhöhung der Radverkehrssicherheit von großer Bedeutung. Die in Arbeit befindliche StVO-Novelle könnte hierzu einen Beitrag leisten, aber auch Kampagnen gegen Unfälle mit plötzlich geöffneten Autotüren. Informationen hierzu - und manches mehr - finden sich in diesem Newsletter.


Messe

Eurobike lockt an den Bodensee

Am 4.9.2019 ist es wieder soweit: die größte internationale Fahrradmesse öffnet ihre Tore und die Branche macht sich auf nach Friedrichshafen. Rund 1400 Aussteller und spannende Neuerungen auf dem Fahrradmarkt werden wohl auch in diesem Jahr wieder Fachpublikum und fahrradinteressierte Öffentlichkeit (am Festival Day, den 7.9.) anziehen. Auch mit politischem Besuch wird gerechnet: Der Parlamentskreis Fahrrad wird mit einigen Mitgliedern des Deutschen Bundestages die Eurobike besuchen, ebenso die Radverkehrsbeauftragte des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, Karola Lambeck. ZIV und VSF organisieren für diese Gäste spezielle Rundgänge über die Messe. Ein weiteres politisches Highlight ist die Gründung des „Förderkreiseses Wirtschaft, Politik & Gesellschaft“ der AGFK in der VSF..Lounge. Das Ziel des Förderkreises ist die Intensivierung des Dialoges zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung zur Verbesserungen der Zusammenarbeit. Mitglieder des Förderkreises sind wichtige Unternehmen der Fahrradwirtschaft in Baden-Württemberg (z.B. Bosch, Lange, Jobrad) und die nationalen Wirtschaftsverbände VSF und ZIV.

Quelle: Eurobike

Zukunft der Branche

Kampagne gegen Fachkräftemangel

Mit der VSF..Lounge ist auch der Verbund Service und Fahrrad wieder auf der Eurobike vertreten und bietet im Obergeschoss des Foyer West einen wichtigen Treffpunkt, der auch Raum für Austausch und Entspannung im Messetrubel bietet. Vom 4.9. - 6.9. können neue Mitarbeitende in der Fahrradbranche dort ihre erfahrenen Kolleg*innen herausfordern. Der „Drehmoment-Contest“ lädt Interessierte ein, ihr Können zu demonstrieren: Wie nahe kommt man beim Anziehen von Schrauben an ein vorgegebenes Drehmoment? Die besten drei Teilnehmenden gewinnen einen Preis. Hintergrund hierbei ist die Umfrage „Arbeiten in der Fahrradbranche – so sieht’s aus...“ zur Arbeit im Fachhandel, die sich explizit an Berufseinsteiger*innen richtet. Sie dient der Vorbereitung einer groß angelegten Kampagne gegen den Fachkräftemangel in der Branche, die der VSF gestartet hat. Mit dem Ergebnis hoffen die Initiatoren, Auszubildende und branchenfremde Interessierte für die vielfältige Arbeit im Fahrradbereich gezielter ansprechen zu können.

Quelle: Lauren Radar

Sicherheit

Mehr Getötete im Radverkehr

Nachdenklich stimmende Zahlen vom Statistischen Bundesamt: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gab es 11,3 % mehr bei Unfällen ums Leben gekommene Radfahrende als im Vorjahreszeitraum - dabei sind im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 2,7 % weniger Menschen im Verkehr tödlich verunglückt. Der Anstieg der Opferzahlen bei Radfahrenden macht die hohe Dringlichkeit von substanziellen Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur mehr als deutlich. Der ADFC kommentierte die ernüchternden Zahlen mit einer erneuten Forderung nach sofortigen Maßnahmen, z.B. Tempo 30 innerorts, Ausbauprogramme für Radwege sowie geschützte Kreuzungen und wies darauf hin, dass zwei Drittel der Fahrradunfälle Kollisionen mit Kraftfahrzeugen sind und dass bei 75 % die Hauptschuld bei den Autofahrenden liegt. Wo die Verkehrsunfälle mit Personenschaden im letzten Jahr konkret stattgefunden haben, das zeigt sehr genau der aktuelle Unfallatlas des Statistischen Bundesamtes. Hier lassen sich im Menü auch ausschließlich Unfallorte mit Fahrrad-Beteiligung anzeigen.

Quelle:Milan de Clerqc

Globale Proteste gegen Klimapolitik

Breites Bündnis ruft zum Klimastreik auf

Die Reihe der Unterstützer - allein hierzulande - ist lang, ihre Forderungen klar: Gegen eine Fortsetzung der gescheiterten Klimapolitik der Regierungen! Für eine effektive Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5, Grad zur Abwendung einer sonst nicht mehr zu stoppenden Klimakatastrophe! Gemeinsam mit der Initiative Fridays for Future soll nun mit einem globalen Klimastreik, Demonstrationen und vielfältigen Aktionen am 20. September ein starkes Zeichen gesetzt werden. Der Termin orientiert sich an wichtigen politischen Treffen: Parallel tagen sowohl das “Klimakabinett” der Bundesregierung als auch der UN Klimagipfel in New York. Als Teil der Entrepreneurs for Future beteiligen sich auch VSF Fachgeschäfte mit Aktionen an dem Streik. Dazu werden nicht unbedingt Läden geschlossen - unter dem Slogan "Licht aus, Service an” planen beispielsweise einige Läden an diesem Tag im geöffneten Laden keinen Strom zu verbrauchen und mit den Kunden aktiv in den Austausch zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu gehen.

Quelle: Klima-Streik

Fahrradarchitektur

Glänzende Projekte

Dass das Vorhandensein von Architektur im Dienste des Fahrrades nicht nur an sich eine Freude ist, sondern auch ein wirklicher Hingucker sein kann, zeigt die BYCICLE ARCHITECTURE BIENNALE. Sie widmet sich außergewöhnlichen Architekturprojekten im Fahrradbereich. Nach einer erfolgreichen Show in Amsterdam in diesem Juni soll die Ausstellung nun auf Tour gehen. Ein Projekt der Auswahl ist das ebenfalls in den Niederlanden just eröffnete größte Fahrradparkhaus der Welt. Dieses stammt aus der Feder der Ector Hoogstad Architecten und bietet 13.500 Fahrradparkplätze an der Utrecht Central Station.  

Quelle: Robin van Lonkhuijsen/EPA-EFE/RE

Umwelt

Der Greta Effekt

Mit Spannung wurden in diesem Jahr die Fluggastzahlen für die erste Hälfte dieses Jahrs erwartet. Nach den Protesten der Fridays for Future Bewegung und der gesellschaftlichen Debatte um Klimawandel und die Nachhaltigkeit der Konsumgesellschaft stellte sich die Frage, ob sich dieses neue Bewusstsein auch in den Flugbuchungen niederschlagen würde. Nach den ersten Ergebnissen kann von einem Rückgang der Flugreisen keine Rede sein: "Gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 nahm das Passagieraufkommen ins Ausland im 1. Halbjahr 2019 um 4,5 % auf 47,3 Millionen zu. Die Zahl der Inlandsreisenden stieg um 2,3 % auf 11,6 Millionen.” - so Destatis. Aufgrund des langen Vorlaufes bei Flugbuchungen kann man aussagekräftige Trends in diesem Fall aber wohl erst im kommenden Jahr erwarten. Im ARD DeutschlandTrend zeigt sich zumindest jetzt schon, dass jede*r vierte Deutsche stark (17 %) bzw. sehr stark (7%) von der jungen Aktivistin in seinen Einstellungen beeinflusst wird.

Quelle: Andrew Palmer

Verkehrssicherheit

Aufklärungskampagne zum Thema Dooring

Dooring - so nennt man die Verkehrsunfälle, bei denen Autoinsassen Radfahrende durch die Öffnung der Autotür verletzen oder töten. Auch wenn der Anteil der Fahrradunfälle durch Dooring bei unter zehn Prozent liegt, die Schwere der Unfälle ist zum Teil sehr hoch, da Radfahrende oft auf die Fahrbahn geworfen werden. Mit “KOPF DREHEN -  RAD FAHRENDE SEHEN” hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) nun eine große Kampagne zur Verhinderung von Dooring- Unfällen gestartet. Neben Empfehlungen zu Seitanabständen und einem kurzen Video bewirbt die Kampagne auch den Holländischen Griff. Dieser Lösungsvorschlag aus den Niederlanden ist so einfach wie effektiv, aber in Deutschland aber leider noch zu unbekannt. Er bezeichnet das Öffnen der Tür mit der Hand, die der Tür abgewandt ist und zwingt so die/den Aussteigende*n, seinen Kopf zu einem Schulterblick zu drehen.

Quelle: DVR
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