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Sehr geehrte(r) Frau/Herr ,

In diesem Frühjahr ist Schwung hinein gekommen in die Debatte um die notwendige Verkehrswende und die künftige Rolle des Radverkehrs. Wirtschaftsverbände solidarisieren sich mit den Schülerprotesten und engagieren sich mit einem klaren Forderungskatalog für Klimaschutz und nachhaltigen Verkehr. Andere Bündnisse machen Druck für geringere Höchstgeschwindigkeiten auf unseren Straßen für besseres Klima und mehr Sicherheit. Die Branchenverbände legen beeindruckende Wirtschaftsdaten vor, die zeigen, dass das Radfahren immer populärer wird. Auf diesem Hintergrund wird in wenigen Tagen in Dresden der „Nationale Radverkehrskongress“ des Bundesverkehrsministeriums eröffnet. Spannende Gesprächsthemen gibt es also genug. Aber ob es auch tatsächlich weiter führende Ergebnisse und endlich mehr Dynamik bei der lange überfälligen Umsetzung gibt? Wir werden darüber berichten!

In dem Sinne wünscht eine anregende Lektüre unseres aktuellen Newsletters


Bundesverkehrsministerium

6. Nationaler Radverkehrskongress in Dresden

Alle zwei Jahre veranstaltet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Nationalen Radverkehrskongress (NRVK). Unter dem Motto „Weiterdenken“ werden am 13./14.Mai eine Reihe von Vorträgen, Fachforen und Exkursionen stattfinden. Eine Ausstellung von Verbänden und Initiativen rundet den Kongress ab. Gastgeberin des NRVK ist in diesem Jahr die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Auf einer Abendveranstaltung werden die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises geehrt. Der VSF e.V. wird hier den Sieger des Fotowettbewerbs auszeichnen, der in diesem Jahr unter dem Motto „Radfahren verbindet“ stand.
Die Kongresseröffnung will Verkehrsminister Scheuer, der sich kürzlich „auch als Fahrradminister“ bezeichnet hat, am 13.5. selbst vornehmen. Der Minister hatte bereits im April die Finanzierung einer Stiftungsprofessur „Radverkehr“ angekündigt. Diese soll bereits zum Sommersemester 2020 starten und eine interdisziplinäre Kombination verschiedener Radverkehrsthemen (z.B. Fachrichtungen Ökonomie, Verkehrsplanung, Psychologie) im universitären Rahmen verankern. Hochschulen können sich bis zum 30.6.2019 bewerben und eine jährliche Höchstförderung von bis zu 400.000 Euro je Professur bekommen.

Quelle: nationaler-radverkehrskongress.de

Stiftung Warentest

Bikesharing - Anbieter auf dem Prüfstand

Es ist der erste Test seiner Art: In der von Stiftung Warentest im Mai veröffentlichten Studie wurden sechs verschiedene Bikesharing-Angebote unter die Lupe genommen. Im Gesamtergebnis konnten Nextbike (Note: 1,9) und Call a Bike (Deutsche Bahn Connect, Note: 2,3) am besten abschneiden. Die beiden größten Bikesharing - Anbieter überzeugten vor allem bei den Testfahrten, der Benutzerfreundlichkeit der APP und hinsichtlich der Datensicherheit. In Bezug auf die technische Radprüfung konnte allerdings von den sechs getesteten Anbietern (neben Nextbike und Call a Bike, Donkey Republic, Limebike, Mobike und Byke) kein Anbieter die Note ‚gut‘ erreichen. Insbesondere die zum Teil viel zu schwachen Bremsen wurden bei den kleineren vier Anbietern als ‘mangelhaft’ bewertet. Auch deren Datensendeverhalten, Nutzerfreundlichkeit und Undurchsichtigkeit der Verträge fielen hier deutlich negativ auf. Für die Städte und Kommunen bleibt nun die Frage, welche Regulierungen helfen könnten, den Kunden künftig sicherere Fahrräder zu garantieren und die Datensicherheit zu erhöhen. Das grundsätzlich sehr sinnvolle Bikesharing würde dadurch erheblich gewinnen.

Quelle: Stiftung Warentest

Klimaschutz

Entrepreneurs for Future: Wirtschaft mobilisiert fürs Klima

In allen Bevölkerungsteilen wächst die Kritik an der Politik in Sachen Klimaschutz. Es ist offenkundig, dass die Maßnahmen der Regierung für den Klima-, Arten- und Meeresschutz unzureichend sind. Nachdem sich sowohl die ‘Fridays for Future’- Schülerproteste als auch die ‘Scientists for Future’ bereits mit konkreten Stellungnahmen gegen die aktuelle Klimapolitik positioniert haben, macht nun auch die Wirtschaft mobil. Zusammen mit UnternehmensGrün und 4 weiteren Verbänden ist der VSF e.V. Mit-Initiator des Bündnisses Entrepreneurs For Future (E4F). Die Forderungen der E4F nach einer wirksamen CO2 Bepreisung, einer Energie-, Agrar-, und Ernährungswende und einem ambitionierten Klimaschutzgesetz, “das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht”, werden bereits von rund 1.000 Unternehmer*innen unterstützt. Eine zentrale Forderung ist auch die nach einer Mobilitätswende, welche auf “Verkehrsvermeidung, öffentlichen Verkehr, umwelt­freundliche und geteilte Verkehrsmittel sowie CO2-freie Antriebssysteme” setzt. In den dafür nötigen Steuerreformen sollten klimaschädliche Subventionen abgebaut werden (Einführung einer Kerosinsteuer) sowie die Umsatzsteuer auf öffentliche Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr und auf Produkte und Dienstleistungen des Radverkehrs gesenkt werden. Die Unternehmer*innen sehen sich dabei auch als Lösungsanbieter, da ein klima­schonendes Wirtschaften bereits heute funktioniere. Viele innovative Technologien und Geschäftsmodelle für einen besseren Klimaschutz gäbe es bereits. Sie benötigen jedoch jetzt verbesserte politische Rahmenbedingungen, um faire Wettbewerbsbedingungen für klimaschonende Technologien und Geschäftsmodelle herzustellen, so die E4F auf ihre Website.

Quelle: www.entrepreneurs4future.de

Breites Bündnis

Tempolimits für Klima und Sicherheit

Ein breites Bündnis aus Deutscher Umwelthilfe (DUH), Gewerkschaft der Polizei NRW, Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland, Greenpeace, BUND, VSF, VCD, Changing Cities und der HannovAir Connection hat sich jetzt für Tempolimits von 120 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen ausgesprochen. Nur so können die beiden Ziele, die Vision Zero und eine deutliche Senkung des CO2 Ausstoßes im Verkehrssektor erreicht werden, so die Initiatoren. In ihrem Positionspapier zum Tempolimit schreibt die DUH dazu
“Bei einem Tempolimit    von    120    km/h    auf Autobahnen ist nach  Berechnungen  der  Agora Verkehrswende  (2018) eine  CO2-Minderung  in Höhe  von  2,1  bis  2,9  Prozent im  Straßenverkehr zu erreichen,  was  in  etwa  2  bis  3,5  Millionen Tonnen  CO2  entspricht.” Dabei wird auch auf positive Anreize für den Bau sparsamerer Autos hingewiesen. Der VSF begrüßt diesen Initiative ausdrücklich als Beitrag zu einem nötigen Paradigmenwechsel im Verkehr. Für Radfahrende ist, neben der Neuverteilung des Raumes, eine Reduktion der Geschwindigkeit des Autoverkehrs ein zentraler Faktor zur Erhöhung der subjektiven wie objektiven Sicherheit. Die Einführung von Tempo-30 als innerörtliche Regelgeschwindigkeit ist dabei eine weitere logische Konsequenz.

Quelle: Oliver Boehmer stock.adobe.com

Fahrradmitnahme

ICE 3 werden nachgerüstet

Nachdem diese Option bisher von der Deutschen Bahn als zu teuer und schwer realisierbar abgetan wurde, werden jetzt alle ICE-3 mit je vier Fahrradstellplätzen pro Halbzug ausgestattet. Aktuell ist  die Fahrradmitnahme in den Fernverkehrszügen der DB nur sehr eingeschränkt möglich, im Sommer reicht zudem die Anzahl der Stellplätze bei weitem nicht aus. Dieser Mangel ist seitens des EU-Parlamentes insbesondere im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Verkehr mehrfach kritisiert worden. Auch der VSF und andere Verbände hatten von der Bahn seit Jahren substanzielle Verbesserungen gefordert. Nun bewegt sich etwas zum Positiven. Neben dem neuen ICE-4 mit einer Ausstattung von 8 Fahrradstellplätzen pro Zug stellte die Bahn zusammen mit Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur kürzlich den neuen Fernzug ECx vor, in dem der Transport von Fahrrädern und Sportgeräten möglich ist. Der VSF begrüßt die aktuelle Entwicklung auch im Hinblick auf die stetig steigende Bedeutung des Fahrradtourismus, erwartet aber auch, dass der Rest der ICE-Flotte zeitnah nachgerüstet wird.

Quelle: Daniel Abadia on Unsplash

Aktuelles Ranking

VSF-Fachhändler bewerten ihre Lieferanten

Die jährliche Bewertung ist ein guter Spiegel langfristiger Zusammenarbeit der Lieferanten mit den VSF - Fahrradhändler*innen. Zugleich gibt dieses detaillierte Feedback den Lieferanten wichtige Hinweise darauf, wie sie ihre Leistungen weiter verbessern können. Die Erhebung stellt nicht nur Fragen zur Qualität der Produkte, zur Reklamationsabwicklung und Ersatzteilversorgung, sondern auch zur Liefergeschwindigkeit, Kundenbetreuung und  Umweltfreundlichkeit der Verpackung. „Eine umweltfreundliche, recyclebare Verpackung ist für uns Ausdruck nachhaltigen Wirtschaftens und unseren Mitgliedern sehr wichtig. Wie im Zertifizierungsverfahren für VSF..all-ride Produkte gehört dieser Aspekt deshalb ebenfalls zur Beurteilung des Lieferanten.“, so Uwe Wöll, Geschäftsführer der VSF Service GmbH. Die Ergebnisse können hier eingesehen werden.

Quelle: VSF

Fahrradwirtschaft

Branche wächst weiter mit Fahrrädern und E-Bikes

In der Verkündung der aktuellen Wirtschaftszahlen können sowohl ZIV als auch VSF auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung im Fahrradsektor verweisen: 2018 wurden deutlich mehr als 4 Mio. Fahrräder/Pedelecs verkauft, es gab branchenweit ein Umsatzplus von 16,3%. Fast jedes vierte verkaufte Fahrrad war ein Pedelec. Dabei steigt die Qualität immer weiter an und wird von den Kunden im Fachhandel auch honoriert: Der Durchschnittspreis von unmotorisierten Fahrrädern in den VSF-Geschäften lag bei € 1.232 und für Pedelecs bei € 3.372.  Die Steigerung beim Pedelec-Verkauf lag gegenüber dem Vorjahr in Stück bei 15,6% - ein ordentliches Wachstum. Dennoch mahnt Albert Herresthal, Geschäftsführer des VSF, das unmotorisierte Fahrrad nicht zu vergessen. Auch hier sollte weiterhin in die technische und ästhetische Entwicklung investiert werden.
Insgesamt macht die Fahrradbranche einschließlich Fahrradtourismus einen Gesamtumsatz von 16 Mrd. Euro und beschäftigt 278.000 Menschen. Ein Überblick der Zahlen, Daten und Fakten der Branche findet sich auf www.fahrradwirtschaft.de.

Quelle: www.fahrradwirtschaft.de
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